Zwischen Seen, Wäldern und Klarheit
Wenn ich an diesen Sommer denke, spüre ich vor allem eins: Ruhe. Und ein bisschen Erde unter den Fingernägeln. Es war mein erstes WWOOF-Abenteuer – und was soll ich sagen? Schweden hat mich berührt und verändert.
Ich wollte raus aus dem Alltag, rein in die Natur. Weniger Bildschirm, mehr echtes Leben. Und genau das habe ich gefunden – in einem kleinen roten Tiny House, mitten im schwedischen Grün, mit einer Gastfamilie, die mein Herz im Sturm erobert hat. Zwischen Vogelhäusern, Hügelkultur, Mini-Gewächshäusern und Zimtschnecken habe ich nicht nur über nachhaltige Land- & Forstwirtschaft gelernt – sondern auch über mich selbst, das Leben und (ja!) unser Geld.
Hier sind 10 Dinge, die ich mitgenommen habe – vielleicht ist ja auch etwas für dich dabei:
1. Weniger kann so viel mehr sein
2. Mit den Händen arbeiten – und die Zeit vergessen
3. Geld kann ein Hebel für Veränderung sein – auch mitten im Wald
4. Lagom – das schwedische Wort für Balance
5. Die Natur gehört allen
6. Wälder sind Wunder
7. Fika ist mehr als Kaffee & Kuchen
8. Pippi Langstrumpf lebt (in mir)
9. Perfekt unperfekt ist genug
10. Wegsein muss nicht teuer sein
Fazit: Mein Kompass hat sich neu ausgerichtet
1. Weniger kann so viel mehr sein
In meinem Tiny House war Platz für das Wesentliche. Kein Überfluss. Kein Lärm. Dafür Zeit. Raum. Klarheit. Ich habe gespürt, wie befreiend es ist, wenn Besitz nicht überhandnimmt. Diese Erfahrung nehme ich auch mit in meine Finanzen: Weniger Konsum = mehr Lebensqualität = mehr Spielraum für das, was mir wirklich wichtig ist.
2. Mit den Händen arbeiten – und die Zeit vergessen
Ob Hügelbeet bauen, Holz schleppen, ein Mini-Gewächshaus bauen oder einfach nur Moos bestaunen – mit den Händen zu arbeiten hat mich geerdet. Ich war ganz im Moment. Und ich habe gespürt, wie gut es tut, wenn man sich nicht nach der Uhr oder dem Takt der To-do-Liste richtet, sondern nach dem eigenen Tempo – oder nach der Natur.
An heißen Tagen haben wir einfach mal längere Pausen gemacht. Wenn Frösche über die Straße hüpften, hielten wir an. Diese kleine, stille Achtsamkeit war für mich das größte Geschenk: präsent sein. Langsam sein. Und trotzdem erfüllt. Slow Living pur.
Es hat mich erinnert: Wir sind Teil der Natur. Auch wenn wir oft vergessen, wie gut uns echte Verbindung tut – zu uns selbst, zur Erde, zur Gemeinschaft.
3. Geld kann ein Hebel für Veränderung sein – auch mitten im Wald
Selbst im schwedischen Wald habe ich über nachhaltige Finanzen gesprochen. Mit meiner WWOOF-„Mama“ habe ich viel darüber geredet: Was bewirken wir mit unserem Geld & unserem Handeln? Welche Projekte wollen wir unterstützen und wofür geben wir unser Geld aus? Welche Zukunft finanzieren wir? Es sind genau diese Gespräche, die zeigen: Geld ist nicht neutral – es ist ein Werkzeug und hat einfach immer eine Wirkung. Und du kannst lernen, es für deine Werte einzusetzen.
4. Lagom – das schwedische Wort für Balance
Lagom bedeutet so viel wie: nicht zu viel, nicht zu wenig – genau richtig. Und es ist mehr als ein Wort. Es ist eine Haltung. Eine sanfte Erinnerung daran, dass Ausgewogenheit manchmal wichtiger ist als Perfektion. Diese Balance wünsche ich uns allen – auch in unseren Geldentscheidungen.
5. Die Natur gehört allen
Das „Allemansrätten“ erlaubt es in Schweden, fast überall zu zelten, Beeren zu sammeln oder einfach in der Natur zu sein – solange man achtsam ist. Diese Haltung hat mich tief beeindruckt. Natur als Gemeingut. Als Raum für alle. Vielleicht brauchen wir auch beim Thema Geld mehr „Gemeinsinn“ – und weniger „meins, deins“.
6. Wälder sind Wunder
Fast 70 % der Fläche Schwedens ist bewaldet – und das spürt man. Wälder sind hier nicht nur Kulisse, sondern Lebensraum, Rückzugsort, Kraftquelle. Bei jedem Spaziergang habe ich Neues entdeckt: Flechten, Moose, kleine Wunder am Wegesrand. Ich habe gelernt, langsamer zu gehen, genauer hinzusehen – und wieder zu staunen.
Mit jedem Waldspaziergang, jedem Gespräch über Bäume, jedem Kapitel aus „Das geheime Leben der Bäume“ von Peter Wohlleben ist meine Liebe zum Wald noch mehr gewachsen. Und mir wurde wieder deutlicher: Ökosysteme brauchen Vielfalt (genau wie ein gutes Finanzportfolio 😉 ).
Kannst du ein paar weitere Buchtipps brauchen, dann hab ich hier etwas für dich: Meine Buchtipps rund um Nachhaltigkeit, Finanzen & Co.
7. Fika ist mehr als Kaffee & Kuchen
Eines der schönsten Rituale, das ich in Schweden kennengelernt habe, war definitiv die Fika. Diese kleine Auszeit zwischendurch, bei der man bewusst zusammenkommt – mit Kaffee, Tee, etwas Kleinem zum Essen und vor allem: Zeit. Zeit für Gespräche. Zeit zum Durchatmen.
Mit meiner Gastfamilie war die Fika nicht immer klassisch – manchmal gab’s Knäckebrot, manchmal selbstgebackene Muffins, manchmal nur ein paar Beeren aus dem Garten. Aber der Moment war immer da. Dieses Innehalten. Dieses gemeinsame „Jetzt ist kurz nichts wichtiger“. Ich habe diese Pausen geliebt – weil sie mir gezeigt haben, wie viel Ruhe in kleinen Ritualen stecken kann.
Und ja – meine Liebe zu Zimtschnecken ist trotzdem gewachsen. Vielleicht auch gerade, weil sie nicht jeden Tag dazugehören. Aber wenn eine irgendwo auftaucht (oder du sie dir selbst backst), fühlt es sich einfach nach einem Stück Schweden für mich an. Zimtschnecken sind und bleiben meine große Liebe. Und stell dir vor: sie haben sogar einen Feiertag! (4. Oktober – Kanelbullens dag).
8. Pippi Langstrumpf lebt (in mir)
Schweden ist für mich auch das Land von Astrid Lindgren – und ich liebe, wie hier kindliche Neugier, Mut und Rebellion gefeiert werden. Vielleicht blüht meine innere Pippi gerade deshalb hier so sehr auf. Vielleicht braucht auch unsere Finanzbildung manchmal mehr Frechheit, Fantasie und Unabhängigkeit. Ganz nach Pippi’s Motto: „Sei frech, wild & wunderbar.“
9. Perfekt unperfekt ist genug
Nicht jeder Tag war voller Energie. Und das war okay. Wir haben Pausen gemacht, neue Wege ausprobiert, manchmal geflucht, manchmal gelacht. Und am Ende hat es sich genau richtig angefühlt – genau lagom eben. Vielleicht ist genau das der Weg: mit dem Leben „fließen“, statt gegen es anzukämpfen.
10. Wegsein muss nicht teuer sein
Mein WWOOF-Abenteuer hat mir gezeigt: Es braucht kein großes Budget, um eine längere Auszeit zu nehmen. Ich durfte mehrere Wochen in Schweden verbringen, ohne viel Geld auszugeben – einfach weil ich bereit war, mitanzupacken, Neues zu lernen und offen zu sein für das, was kommt.
Trotz Arbeit am Hof war es für mich Erholung pur – ein echtes „Wegsein“ vom Alltag, vom Tempo, vom ständigen Müssen. Diese Erfahrung hat mir nochmal gezeigt: Auch finanzielle Freiheit bedeutet nicht immer, viel zu haben, sondern bewusst zu wählen, was wirklich zählt.
Fazit Sommer 2025 in Schweden: Mein Kompass hat sich neu ausgerichtet
Dieser Sommer 2025 in Schweden war kein gewöhnlicher Urlaub. Er war eine Einladung – zurück zu mir, zurück zur Natur und zu dem, was wirklich zählt.
Ich habe nicht nur Beete gepflegt und Vogelhäuser gebaut, sondern auch Klarheit in meinem Kopf gefunden. Endlich wieder den eigenen Gedanken zugehört. Ohne ständiges Hintergrundrauschen. Ohne To-do-Listen, die nie aufhören. Und genau das war wohl die größte Erkenntnis: Manchmal braucht es nicht mehr, als Zeit in der Natur und mit den eigenen Händen etwas zu schaffen, um sich wieder verbunden zu fühlen – mit sich selbst und mit der Welt.
Im Einklang mit der Natur zu leben hat meinen Respekt für sie noch tiefer gemacht. Ich habe gesehen, wie viel Weisheit, Balance und Kraft in ihr steckt – und wie sehr wir sie oft übersehen, im Alltag voller Ablenkung und Tempo.
Wenn du spürst, dass du auch mehr willst als Konsum, Hektik und Komplexität – dann bist du nicht allein. Du darfst neu wählen. Nachhaltigkeit, finanzielle Achtsamkeit und innere Ruhe schließen sich nicht aus. Im Gegenteil: Sie stärken sich gegenseitig.
Dein Geld kann mehr. Du auch.
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