Du willst investieren. Du weißt bereits, dass du es machen solltest. Aber jedes Mal, wenn du dir überlegst, den ersten Schritt zu machen, kommt dieser Gedanke:
„Die wollen mir doch eh nur was verkaufen.“
Und weißt du was? Du hast recht. Manchmal stimmt das tatsächlich.
Die Bankberatung, die mein Vertrauen für lange Zeit zerstört hat
Ich erinnere mich noch genau. Ich hatte mich schon selbst mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, wusste ungefähr, was mir wichtig ist und bin dann voller Erwartung in ein Bankgespräch gegangen. Ich wollte das besprechen. Ich wollte verstehen, was hinter den Finanzprodukten steckt.
Stattdessen hat mir mein Gegenüber einen „nachhaltigen Fonds“ empfohlen.
Klang gut. War es aber nicht.
Zuhause hab ich mir die Top-10-Holdings angeschaut. Und da war es: ein Ölunternehmen.
Mitten in einem Fonds, der mir als nachhaltig verkauft wurde. WTF?
Ich hab das im Gespräch nicht gesehen. Ich hab nicht die richtigen Fragen gestellt, weil ich noch nicht wusste, welche Fragen ich stellen muss. Und er hat es mir nicht erklärt.
Was mich bis heute am meisten ärgert? Nicht das Ölunternehmen an sich. Sondern dass mir niemand erklärt hat, was hinter dem sogenannten Best-in-Class-Prinzip steckt. Das bedeutet nämlich, dass auch ein Ölunternehmen in einem ESG-Fonds landen kann, wenn es innerhalb seiner Branche „am nachhaltigsten“ ist.
Hätte ich das gewusst, hätte ich selbst entscheiden können, ob mir das reicht oder nicht.
Aber diese Entscheidung wurde mir nicht gegeben. Und damit war mein Vertrauen weg.
Das Problem ist nicht die Skepsis. Das Problem ist, was sie mit dir macht.
Deine Skepsis ist keine Schwäche. Ganz im Gegenteil. Sie ist ein Zeichen dafür, dass du kritisch denkst und das ist im Finanzbereich absolut notwendig.
Aber hier ist die unbequeme Wahrheit:
Während du wartest, bis du jemandem wirklich vertrauen kannst, passiert folgendes:
- Dein Geld liegt auf dem Konto und verliert durch die Inflation real an Wert.
- Die Pensionslücke, die für Frauen* ohnehin schon bei rund 40% liegt, wächst weiter.
- Und die Zeit, die du jetzt nicht investierst, bekommst du nicht zurück. Denn beim Investieren ist Zeit dein größter Hebel.
- Und nicht zu vergessen: Die Bank kann mit deinem Geld arbeiten, ohne dass du einen Einfluss darauf hast. Ein kleiner Reminder, dass du dich vielleicht auf die Suche nach einem nachhaltigen Konto machen möchtest.
Skepsis schützt dich zwar. Aber Lähmung kostet dich reales Geld.
Woran du erkennst, ob jemand es ehrlich meint
Statt dir zu sagen „vertrau mir einfach“ – was du zu Recht hoffentlich sofort als rote Flagge erkennen würdest – geb ich dir lieber ein paar konkrete Fragen mit, die du jeder Person stellen kannst, die dir etwas zu Geld und Investieren erzählt:
Wird Transparenz angeboten oder vermieden? Erklärt dir jemand die Nachteile und Risiken genauso wie die Vorteile? Oder klingt es zu gut, um wahr zu sein?
Wer verdient woran? Ein/e Bankberater*in oder Vermögensberater*in, der/die auf Provision arbeitet, hat ein anderes Interesse als jemand, der unabhängig ist. Das ist kein Vorwurf, aber es ist wichtig, dass du es weißt.
Bekommst du Informationen oder Entscheidungen? Der Unterschied ist entscheidend. Gute Finanzbildung gibt dir das Wissen, selbst zu entscheiden. Schlechte Beratung entscheidet für dich, ohne dass du verstehst, warum.
Darfst du kritische Fragen stellen? Wenn jemand ausweicht, ablenkt oder dich das Gefühl spüren lässt, zu viel zu fragen – das ist dein Zeichen für berechtigte Skepsis.
Deine Skepsis ist ein wichtiges Werkzeug. Sollte aber kein Hinderungsgrund sein.
Der Unterschied zwischen jemandem, der für immer im „Ich sollte mal…“-Modus bleibt, und jemandem, der irgendwann wirklich loslegt, ist nicht, dass die eine mehr vertraut als die andere.
Es ist, dass eine der beiden gelernt hat, die richtigen Fragen zu stellen. Und dann handelt.
Du musst nicht blind vertrauen. Du musst informiert entscheiden.
Und genau das kann ich dir beibringen.
Wenn du bereit bist, den nächsten Schritt zu machen
Wenn du nach diesem Artikel denkst: „Okay, ich will verstehen wie das wirklich funktioniert – selbst urteilen, selbst entscheiden“ – dann hol dir als erstes meine ETF-Checkliste. Die gibt dir genau die Fragen an die Hand, mit denen du selbst prüfen kannst, ob ein ETF wirklich zu deinen Werten passt. Kein blindes Vertrauen. Kein Bauchgefühl ins Leere. Sondern ein konkretes Tool, das dir gehört.
Und wenn du dann bereit bist, nicht nur zu lernen sondern auch wirklich loszulegen, dann ist der Green ETF Kickstarter Workshop dein nächster Schritt.
Der ETF-Workshop für Frauen*, die endlich loslegen wollen.
Egal ob du komplette Anfängerin bist oder schon seit Jahren prokrastinierst:
Am Ende des Workshops läuft dein ETF-Sparplan. Ich zeige dir in 3 Tagen wie.
Für Menschen, die nicht einfach „irgendwas machen“ wollen. Sondern verstehen wollen, was sie tun – und warum.
